Raiffeisen bewegt - Wertschöpfungsbericht 2026

6 7 EINLEITUNG ZIELSETZUNG Die Raiffeisen-Gruppe zählt als größte Unternehmensgruppe Österreichs zu den führenden Akteuren der heimischen Volks­ wirtschaft. Auf mikroökonomischer Ebene kommt ihr aufgrund der flächendeckenden Versorgung mit Finanz-, aber auch anderen Dienstleistungen eine ebenso zentrale Bedeutung zu wie auf makroökonomischer Ebene, wo sie neben ihrer systemischen Relevanz im Bank- wie im Warenbereich unter anderem auch einen enorm hohen Beitrag zu Wertschöpfung und Beschäftigung erwirtschaftet. Diese beiden ökonomischen Analyseebenen waren – aus unter- schiedlichen Perspektiven heraus betrachtet – bereits Gegenstand sowohl mehrerer Wertschöpfungsberichte als auch eines Human- vermögensberichts der Raiffeisen Bankengruppe. In den Jahren 2013, 2017 und 2022 wurden die volkswirtschaftliche Leistung und der fiskalische Beitrag der Raiffeisen Bankengruppe in Österreich in Zusammenarbeit mit dem Economica Institut für Wirtschafts­ forschung bereits umfassend analysiert und veröffentlicht. Der in der vorliegenden Studie berechnete volkswirtschaftliche Beitrag der Raiffeisen Bankengruppe Steiermark bezieht sich einerseits auf die laufende Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 und andererseits auf die getätigten Investitionen in den Jahren 2018 bis 2024. Ziel der Untersuchung war es, nicht nur den direkten wirtschaftlichen Beitrag durch die operative Tätigkeit und die Investitionen der Gruppe zu quantifizieren, sondern auch die Effekte innerhalb des gesamten vorgelagerten Wertschöpfungs- netzwerks, wie sie durch Vorleistungsverflechtungen (indirekte Effekte) und Einkommenseffekte (induzierte Effekte) in anderen Sektoren österreichweit ausgelöst werden, darzulegen. Der Studienbericht der ökonomischen Effekte der Raiffeisen- Gruppe in 2024 enthält drei Teile, welche identisch strukturiert sind. Teil 1 enthält die Effekte der gesamten Raiffeisen-Gruppe, Teil 2 die Effekte der Raiffeisen Bankengruppe und Teil 3 letztlich jene des Raiffeisen Warensektor. Jeder Teil ist wiederum in drei Unterteile gegliedert, welche die Analysen zum laufenden Betrieb 2024 beziehungsweise zu den Investitionen der Jahre 2018 bis 2024 beinhalten. Hierin finden sich wiederum jeweils Kapitel zu den Themen Bruttowertschöpfung, Beschäftigung und Fiskaleffekte. Im vorliegenden Dokument werden die Daten der Raiffeisen-Landesbank und deren Töchter und Beteiligungen sowie der Raiffeisenbanken als Raiffeisen Bankengruppe in Summe analysiert. Der Begriff der Wertschöpfung beschreibt den Vorgang und das Ergebnis, welches die Differenz zwischen der endgültigen Leistung und der zur Erstellung benötigten Vorleistung darstellt. Bei einem Unternehmen umfasst die Wertschöpfung somit den gesamten erwirtschafteten Produktionswert (entspricht in etwa dem Umsatz) abzüglich der benötigten Fremdgüter. Nicht zuletzt durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld, durch die weiterhin hohe Inflation, aber auch aufgrund des regulatorischen Drucks war eine Bewertung der volkswirt­ schaftlichen Effekte, die durch die Raiffeisen Bankengruppe Steiermark ausgelöst werden, notwendig. Der vorliegende Bericht umfasst explizit nur die volkswirtschaft- lichen Zahlen der Raiffeisen Bankengruppe Steiermark. Gemein- sam mit den Lagerhaus-Genossenschaften und der Raiffeisen Ware Austria AG kann ein umfassendes Bild jener ökonomischen Effekte gezeichnet werden, welches einerseits durch die laufende Geschäftstätigkeit im Jahr 2024, aber auch andererseits erstmals durch die getätigten Investitionen der Raiffeisen-Gruppe im Zeit- raum von 2018 bis zum Jahr 2024 entstehen. Den vollständigen Wertschöpfungsbericht für Raiffeisen Österreich finden Sie auf der Website des Österreichischen Raiffeisenverbandes.

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